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Ausstellung zum Jubiläum «900+1 Jahre Kloster Engelberg» 

17. Mai bis 20. Juli 2021

 Kunstforum Stallikon

Fotos der Ausstellung

Am Anfang stand ein Kloster

 

Man sagt, dass nur jemand seine Zukunft gestalten kann, wenn er auch seine Geschichte kennt. Dazu soll die aus Anlass vom Jubiläum «900 Jahre Kloster Engelberg» realisierte Ausstellung «Am Anfang stand ein Kloster» einen Beitrag leisten. Die Ausstellung zeigt, was aus dem vor 900 Jahren von Konrad von Sellenbüren gegründeten Kloster geworden ist. Die Kraft des Wirkens reicht bis nach Amerika und Afrika.

Das Erbe von Konrad von Sellenbüren

 

Auf dem Ofengüpf am Uetliberg packt Konrad von Sellenbüren sein Hab und Gut und zieht in Richtung Vierwaldstättersee, um an dessen Gestaden ein Kloster zu gründen. Doch Buochs scheint nicht der richtige Ort zu sein und so befolgt er den Rat der Mutter Gottes, spannt seinem Ochsen einen Baumstamm an und folgt ihm, bis dieser in einem unwirtlichen Hochtal tot zusammenbricht. Engelberg wird später dieser Flecken Erde heissen. Hier baut Konrad von Sellenbüren das Kloster, dessen Erbe heute 32 Töchterklöster in Amerika, Mexico, Kanada und Kamerun umfasst.

 

 

Das Engelberger Skriptorium

 

In der Bibliothek, dem Archiv und der Sakristei des Klosters gibt es wichtige Zeugnisse, die einen Einblick in die Welt des Glaubens und der Frömmigkeit der ersten Engelberger Mönche geben. Besonders die Werke aus dem Skriptorium Engelberg dokumentieren den Eifer, die Sorgfalt und das erstaunliche Können der Mönche, die bald nach der Gründung des Klosters im Jahre 1120 anfingen Bücher zu machen. Im Mittelalter schrieb man nicht aus der Eingebung heraus, sondern aus Büchern ab. Ein Buch erzeugte gewissermassen das andere, sei es nun nach dem Inhalt oder nach der Form.

 

 

 

Öffnungszeiten

 

Mo bis Fr 15.00-19.00, Samstag 10.00-12.00,  

während den Schulferien: Dienstag 15.00-18.00 

Schulhaus Loomatt, Sellenbüren, Telefon 044 700 13 26

 

Impressum

Konzept, Umsetzung: Beat Christen, Kloster Engelberg

Fotos: Beat Christen, Kloster Engelberg

Grafik, Legendenzeichnungen: Petra Hurschler, Kreativhang Engelberg

Produktion: Comro AG, Rothenburg

Engelberger Skriptorium: Talmuseum Engelberg

Fotos der Vernissage

Einblicke in das Klosterleben

 

  • Die Kunst hat im Kloster Engelberg Tradition. Pater Eugen Bollin (Jahrgang 1939) arbeitet noch täglich in seinem Atelier.

  • Die heutige Klosteranlage entstand nach dem dritten Klosterbrand im Jahre 1729 und wird im Laufe der Zeit immer wieder erweitert.

  • Engelberger Benediktinermönche unterwegs in einem der vielen Kloster-Korridore.

  • Im Barocksaal finden Konzerte, Lesungen, Tagungen und Seminare statt. Er ist der Festsaal des Klosters.

  • In der Stiftsbibliothek werden Bücher aufbewahrt, die zum Teil älter sind als das Kloster.

  • Der Tischleser kommt während dem Essen zum Einsatz. Zu hören bekommen die Mitbrüder die tagesaktuellen Benediktsregeln sowie Ausschnitte aus Büchern.

  • Der Gastsaal diente bis zur Aufgabe der weltlichen Herrschaft des Abts im Jahre 1798 auch als Tagungsort. Heute werden die Gäste in diesem Saal bewirtet.

  • Das Refektorium ist der Gemeinschaftsraum der Mönche. Hier treffen sie sich nach den Mahlzeiten schon mal zu Kaffee und Kuchen.

  • Mit grossem Interesse verfolgen die Mönche das weltweite Tagesgeschehen. Die Lektüre von Tageszeitungen gehört dazu.

  • Blick von der Empore in die barocke Klosterkirche, die in Engelberg gleichzeitig auch Pfarrkirche ist.

  • Fünfmal am Tag treffen sich die Mönche zum gemeinsamen Gebet in der Klosterkirche.

  • Auf der Empore befindet sich die grösste Orgel der Schweiz. Sie weisst 9097 klingende Pfeifen auf. 

  • Stiftsorganist Alessandro Valoriani versteht es meisterlich, die grösste Orgel der Schweiz zum Klingen zu bringen.

  • Versteckte Kunst im Kloster. Den lesenden Engel hat Bildhauer Bruder Xaver Ruckstuhl (1911–1979) geschaffen.

 

 

 

 

Abt Christian Meyer OSB

Benediktinerkloster Engelberg

 

 

Abt Christian Meyer stammt aus der Stadt Basel und wurde am 13. Januar 1967 geboren. Er trat im Jahre 1988 in das Kloster Engelberg ein, wo er 1989 die Profess ablegte. 1992 weihte ihn Alt-bischof Anton Hänggi in St. Marien in Basel zum Diakon. Zwei Jahre später wurde er durch Weih-bischof Paul Vollmar in Engelberg zum Priester geweiht. Seine theologischen Studien machte er in Luzern und Rom. Abt Christian absolvierte in den Jahren 1993 bis 1994 das Pastoraljahr in Uster Zürich. Am 26. November 1996 ernannte ihn sein Vorgänger Abt Berchtold Müller zum Pfarrer von Engel- berg. In der Klostergemeinschaft übte er zuerst das Amt des Sozius des Novizenmeisters aus, um später selber als Novizenmeister tätig zu sein. Im Jahre 2007 wurde Abt Christian Meyer Dekan des Kantons Obwalden. Am 27. November 2010 wählten ihn seine Mitbrüder zum 59. Abt des Benedik- tinerklosters Engelberg. Die Äbte und je eine Delegation der Schweizer Benediktinerkloster bestimm- ten Abt Christian Meyer am 28. Mai 2015 zum Abtpräses der Schweizer Benediktinerkongregation.