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Die Collagetechnik ist so alt wie die Erfindung des Papiers durch die Chinesen im Jahr 200 vor Christus, obwohl diese Technik erst im 10. Jahrhundert in Japan und im 13. Jahrhundert in Europa auftauchte. Die umfassende Verwendung der Collagetechnik als Kunstform kam jedoch erst in der Ära der modernen Kunst zum Tragen. Viele schrieben diese Kunsttechnik Picasso und Braque zu. Seitdem wird sie als eigenständige Strömung der bildenden Kunst betrachtet, da zahlreiche Künstler auf der ganzen Welt damit begonnen haben, sie zu praktizieren. 

 

So haben in den letzten 100 Jahren Tausende von Künstlern auf der ganzen Welt diese Kunstform teilweise oder ausschließlich praktiziert und sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Obwohl die meisten Collage-Künstler die konventionelle Methode des Schneidens und Klebens von Papier und Textilien oder anderen Medien zur Schaffung ihrer Werke anwenden, bewegen sich viele in Richtung digitaler Medien. 

 

Zurzeit zeigt das Kunstforum eine Gruppenausstellung mit dem Titel "Collage Trinity" von drei Künstlerinnen  - Jemina Paluch aus Stallikon, San Schaller und Sigal Asraf aus Uster. Mit der konventionellen Methode der Mixed-Media-Collagen präsentieren die Künstlerinnen ihre kreativen und fantasievollen Collagen, die ihre Eindrücke und Interpretationen der heutigen Welt darstellen.

Maria Jimena Paluch González del Campo, in der Gemeinde Stallikon auch bekannt als Jimena Paluch, wurde am Valentinstag 1977 in Baden, Aargau, als Tochter uruguayischer Eltern geboren. Sie ist sowohl mit der schweizerischen als auch mit der uruguayischen Kultur und Lebensart aufgewachsen. Seit 11 Jahren lebt und arbeitet sie mit ihren beiden Töchtern Lilly-Sophie und Anna-Lina in Stallikon. 

 

Sie war schon in jungen Jahren kreativ veranlagt. Schon in der Gymnasialzeit begann sie, Collagen zu gestalten. Später studierte sie Gestaltungspädagogik, wo sie den kreativen Umgang mit verschiedenen Medien und Materialien erlernte, wie z.B. die Herstellung von Skulpturen aus Holz, Stein, Zement, Metall und Draht. Sie schuf auch Kunstwerke mit Plexiglas, Papier und verwendete selbst hergestellte Farbpigmente, um ihre Kreationen zu bereichern. Gleichzeitig war sie auch modebewusst und erlernte die Schmuckherstellung. 

 

In dieser Ausstellung <<Collage Trinity>> stellt Jimena zum ersten Mal ihre Collagearbeiten aus. In dieser Ausstellung präsentiert sie Mixed-Media-Collagen, die bestimmte persönliche wie auch soziale Themen, Symbolik und eine kritische Bewertung der Lebensweise darstellen. Ihre Arbeiten zeigen auch kreative, statische und dynamische Perspektiven mit Elementen aus der Natur, dem Wasser, der Architektur und der Mode.

San Schaller, Künstlerin und Fantasy-Autorin, wurde in Zürich geboren. Nach einer Lehre als Hochbauzeichnerin absolvierte sie den Studiengang Visuelle Kommunikation an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in der Vertiefung Theorie in Kunst, Kultur, Medien und Design.

 

Als Collagenkünstlerin lässt sie sich von der Kunst selbst inspirieren. Dazu gehören Innenarchitektur, Fotografie, Design, Malerei, Illustration, aber auch Tanz und alle Arten der bildender Kunst. Sie verwendet Farbkonzepte aus der ganzen Welt (Japan, Le Corbusier usw.), um ihre Werke zu gestalten. Als Schriftstellerin strebt sie mit jeder neuen Collage danach, eine Geschichte zu erzählen.

 

Für ihre Arbeiten verwendet sie alle Arten von Druckmaterialien wie Zeitschriften, Bücher oder Poster. Ihre Arbeitsweise ist analog, nur Cutter, Schere und Kleber werden verwendet. Anschließend scannt sie die Werke ein. San Schaller arbeitet am liebsten mit vorgegebenen Bildgrößen und verzichtet auf jegliche Bildbearbeitungsprogramme. Sie ist eine autodidaktische Collagekünstlerin und versucht immer wieder, ihren Stil weiterzuentwickeln.

Sigal Asraf, aufgewachsen im Zürcher Oberland, ist Künstlerin, Tauchlehrerin und Sozialarbeiterin. Nach einer Lehre als Kauffrau und einer Weiterbildung zur Eventmanagerin schloss sie ihr Studium an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit einem Bachelor of Science in Sozialer Arbeit ab.

 

Seit ihrer Kindheit war Sigal künstlerisch tätig, sei es mit Zeichnungen oder zusammengeklebten Bildkompositionen. Erst vor ca. 10 Jahren hat sie das professionelle und künstlerische Collagieren wiederentdeckt, sich selbst beigebracht und schafft seither regelmässig neue Werke. Inspirationen zu ihren Kreationen kommen aus verschiedenen Alltagssituationen, Erlebnissen und Begegnungen mit anderen Menschen, sowie ihren zahlreichen Tauchgängen in den Meeren dieser Welt. 

 

Mit ihren verschiedenen Collagen greift sie unterschiedliche Lebensthemen auf und verwandelt sie durch das Ausschneiden und Zusammenkleben passender Bilder und Texte in eine künstlerische Aussage. Vor allem ihre Liebe zum Meer kristallisiert sich in ihren jüngsten Arbeiten heraus, die in der aktuellen Ausstellung im Kunstforum in Stallikon zu bewundern sind.